Testimonials PhD

Kelsey Huus, Postdoc bei Ruth Ley (2021 – 2026)
Derzeit Assistenz-Professorin an der Universität Ottawa, Kanada
„Ich bin unglaublich dankbar, dass ich meinen Postdoc bei Ruth Ley am MPI Tübingen absolvieren durfte. Es ist genau die Art von Ort, an dem man große, ehrgeizige wissenschaftliche Projekte verfolgen kann – man erhält so viel Unterstützung, dass man wirklich diesen wissenschaftlichen Traum leben kann, bei dem einem nur die eigene Vorstellungskraft Grenzen setzt. Es sind nicht nur die Ressourcen: Ich werde Ruth und dem gesamten Ley-Labor für immer dankbar sein, dass sie eine so anregende und unterstützende Teamatmosphäre geschaffen haben, in der man arbeiten kann. Außerdem ist Tübingen eine bezaubernde deutsche Stadt, und wenn man mal Lust auf Reisen hat, ist der Rest Europas nur eine Zugfahrt entfernt. Ein Postdoc im Ausland ist eine große Entscheidung, aber ich würde mich sofort wieder genauso entscheiden.“

Josué Barrera Redondo, Postdoc bei Susana Coelho (2021 – 2024)
Derzeit Assistenz-Professor am CINVESTAV, Irapuato, Mexiko
„Ich trat 2021 Susana Coelhos Abteilung für meine erste und einzige Postdoc-Stelle bei, was ich als Wendepunkt in meiner Karriere betrachte. Das MPI für Biologie bietet eine hochmoderne Infrastruktur, eine multikulturelle Gemeinschaft und zahlreiche akademische Entwicklungsmöglichkeiten für Forschende.
Ich möchte gerne die akademische Exzellenz des Instituts hervorheben: Das wissenschaftliche Personal steckt voller brillanter Köpfe, die mir durch Zusammenarbeit und anregende Gespräche geholfen und mich inspiriert haben. Ein spontanes Gespräch auf dem Flur führte sogar zur Veröffentlichung meines ersten Postdoc-Projekts.
Das Institut organisiert wöchentliche Veranstaltungen, um sich mit anderen Forschenden des Instituts zu vernetzen und bedeutende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus der ganzen Welt zu treffen. Insbesondere hat Susana meine intellektuelle Freiheit immer unterstützt, mich ermutigt, meinen akademischen Interessen nachzugehen, und mir geholfen, eine Forschungslinie zu etablieren, die ich bis heute weiterentwickle. Susana hat mich auch dazu motiviert, Drittmittel zu beantragen, was ich als wichtigen Schritt in Richtung akademischer Unabhängigkeit und einer erfolgreichen akademischen Karriere betrachte.
Auch das Verwaltungs- und Supportpersonal war während meines gesamten Aufenthalts als Nicht-EU-Bürger außergewöhnlich freundlich und hilfsbereit.
Ich bin zutiefst dankbar für die wertvollen Erinnerungen an die wunderbaren Menschen, die ich in Tübingen kennengelernt habe, und für die hervorragenden akademischen Möglichkeiten, die mir dieser Aufenthalt geboten hat.“

Talia Karasov, Postdoc bei Detlef Weigel (2015 – 2020)
Derzeit Assistenz-Professorin an der Universität Utah, USA
„Der Umzug nach Deutschland, um am MPI in Tübingen als Postdoc zu arbeiten, war eine der besten Entscheidungen, die ich in meiner wissenschaftlichen Karriere getroffen habe. Auf wissenschaftlicher Ebene bietet das MPI in Tübingen Möglichkeiten, die nur wenige andere Institutionen bieten können. Mit den reichlich vorhandenen Ressourcen des MPI und umgeben von kooperativen Kolleginnen und Kollegen mit unterschiedlichem wissenschaftlichem Hintergrund konnte ich neue Bereiche der Biologie erforschen und meine eigenen Ideen konsequent verfolgen. Auf persönlicher Ebene war das entschleunigte Leben in dieser wunderschönen Stadt genau richtig.“

Taichi Suzuki, Postdoc bei Ruth Ley (2018 – 2022)
Derzeit Assistenz-Professor an der Universität Arizona, USA
„Dank Ruth Ley und meinen Kolleginnen und Kollegen am MPI war meine Postdoc-Erfahrung fantastisch. Mir fallen mindestens drei große Vorteile davon ein, ein Postdoc am MPI zu sein. Erstens bekam ich einen Postdoc-Vertrag von angemessener Länge plus Verlängerungen, was mir ausreichend Sicherheit gab und wodurch ich neue Fähigkeiten entwickeln und an einem explorativen, längerfristigen Projekt arbeiten konnte. Zweitens ermöglicht die Finanzausstattung am MPI den Forschenden Zugang zu modernster Infrastruktur und talentierten Mitarbeitenden. Ich konnte eines meiner Traumprojekte durchführen, was ohne die Ressourcen des MPI nicht möglich gewesen wäre (z. B. ein eigenes keimfreies Labor!). Außerdem war die Vielfalt der Forschungsthemen innerhalb und zwischen den Abteilungen sehr lehrreich für mich. Im Ley-Labor, bei Seminaren, beim Feierabendbier und an der Tischtennisplatte auf der Dachterrasse hatte ich die Möglichkeit, mit vielen Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen und Interessen zu interagieren, zu lernen und eng zusammenzuarbeiten. Tübingen ist eine hübsche, sichere und internationale deutsche Stadt, die man unbedingt besuchen sollte. Ich bin dankbar und stolz, Teil des MPI für Biologie Tübingen zu sein.“

Hadeer Elhabashy, Postdoc bei Andrei Lupas (2024 – 2025)
Derzeit Juniorprofessorin an der Universität Bayreuth
„Nachdem ich meine Promotion im Rahmen des IMPRS-Programms abgeschlossen hatte, wusste ich bereits, was für ein besonderer Ort das MPI für Biologie in Tübingen ist. Als ich jedoch anfing als Postdoc in die Abteilung für Proteinevolution von Andrei Lupas zu arbeiten, lernte ich, was es bedeutet, sich zu einer unabhängigen Wissenschaftlerin zu entwickeln.
Bei unserem ersten Postdoc-Treffen teilte ich Andrei ein ehrgeiziges Ziel mit: Ich hatte eine wissenschaftliche Fragestellung, die mich leidenschaftlich interessierte, und ich gab mir maximal zwei Jahre Zeit, um dafür meine eigene Forschungsgruppe aufzubauen. Er befürchtete, ich würde mir zu viel zumuten – vier Jahre erschienen ihm sicherer –, aber er tat dennoch alles, was er konnte, um mir dabei zu helfen, dieses Ziel zu erreichen. Er gab mir die Freiheit, meinen eigenen Fragestellungen nachzugehen, ließ mich Studierende betreuen und ermutigte mich, Förderanträge zu schreiben, meine Arbeit zu präsentieren und ein Netzwerk aufzubauen. Sein offener Mentoring-Stil und sein Engagement für die Förderung junger Wissenschaftler:innen sind etwas, wofür ich – und viele andere – ihm nach wie vor dankbar sind.
Ein entscheidender Moment ergab sich im Rahmen der „Distinguished Speaker Seminar Series“ des Instituts, bei der ich von einer offenen Juniorprofessur an der Universität Bayreuth erfuhr. Nur wenige Monate nach meiner Promotion glaubte ich an mich selbst und bewarb mich – und die Kommission glaubte an meine Vision und unterstützte mein Forschungsprogramm. Im Januar 2026 gründete ich mein Labor als Juniorprofessorin für KI in der Proteinwissenschaft in Bayreuth.
Rückblickend bin ich froh, dass der Plan aufgegangen ist – auch wenn dies ohne Andrei und das MPI für Biologie vielleicht nicht möglich gewesen wäre. Bis heute bin ich dem Lupas-Institut angegliedert und pflege enge Verbindungen zu dieser wunderbaren Gemeinschaft am MPI für Biologie.“

James Lightfoot, Postdoc bei Ralf Sommer (2012 – 2020)
Derzeit Gruppenleiter am MPI für Neurobiologie des Verhaltens, Bonn
„Als ich in die Abteilung von Ralf Sommer in Tübingen kam, suchte ich nach einer Stelle, die mir die Möglichkeit bieten würde, meine eigenen Forschungsideen in einem anregenden wissenschaftlichen Umfeld zu entwickeln. Glücklicherweise fand ich dies im großen Stil am MPI, wo ich von großartigen Forschenden umgeben war, die an einem breiten Themenspektrum forschten. Die Mischung aus internationalen Forschenden aus aller Welt sorgte für eine einladende Atmosphäre, in der sowohl neue Kooperationen als auch langfristige Freundschaften leicht geschlossen werden konnten. Ein weiterer großer Vorteil ist der einfache Zugang zu hochmodernen Geräten, kompetenten TAs und anderen unentbehrlichen Mitarbeitenden, die selbst komplexe Experimente möglich machen konnten. Insgesamt hat meine Zeit als Postdoc am Institut meine wissenschaftliche Kreativität und meine Führungsqualitäten stark gefördert, die sich als wesentlich für meine weitere Karriere als unabhängiger Gruppenleiter erwiesen haben.“