Mikrobiomforschung - Ruth E. Ley

Mikrobiomforschung - Ruth E. Ley

Die Abteilung für Mikrobiomforschung interessiert sich für die Ökologie und Evolution der menschlichen Darmflora. Wir führen Studien auf Populationsebene durch, um Verbindungen zwischen dem menschlichen Genotyp und dem Darmmikrobiom zu untersuchen. Darüber hinaus konzentrieren wir uns auf die verschiedensten Wege, die spezifische Darmmikroben nutzen, um sich an den menschlichen Körper anzupassen.

In der Abteilung für Mikrobiomforschung gehen wir grundlegenden Fragen über die evolutionären Ursprünge des menschlichen Darmmikrobioms und seinem Einfluss auf die Physiologie und Evolution des Wirts nach. Unsere Forschungsschwerpunkte sind: (1) Evolution des menschlichen Darmmikrobioms und seine Wechselwirkungen mit der Wirtsgenetik, (2) Lipide in der Wirt-Mikrobiom-Symbiose, (3) die durch das Mikrobiom hervorgerufenen Immunreaktionen, (4) Entwicklung genetischer Systeme für derzeit schwer zu untersuchende Mikroben. Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite unserer Abteilung LEY LAB.

Pressemitteilungen & Neues aus der Forschung

Nach mehr als fünf Jahren am Max-Planck-Institut für Biologie Tübingen verlässt die Postdoktorandin Dr. Kelsey Huus das Institut, um eine neue Stelle als Assistant Professor an der University of Ottawa in Kanada anzutreten.
William Walters, Ruth Ley und Detlef Weigel gehören laut der Liste „Highly Cited Researchers 2025” von Clarivate erneut zu den Top-1 % der weltweit meistzitierten Forschenden. Diese Anerkennung hebt sowohl ihre individuellen Leistungen als auch den umfassenden Einfluss des Instituts auf die biologische Forschung hervor.
Zwei Direktoren und ein Postdoc des MPI-Biologie Tübingen unter den „Highly Cited Researchers“ 2024

Zwei Direktoren und ein Postdoc des MPI-Biologie Tübingen unter den „Highly Cited Researchers“ 2024

Ruth Ley, Detlef Weigel und Postdoc William Anthony Walters „Tony“ gehören erneut zu Clarivates Ranking der besten 1% nach Zitierungen in ihren jeweiligen Fachgebieten im Web of Science™. In den letzten zehn Jahren wurden Ruth Ley, Direktorin der Abteilung für Mikrobiomforschung, und Detlef Weigel, Direktor der Abteilung für Molekularbiologie, mit dem „Highly Cited Researcher Award“ ausgezeichnet. Für William Anthony Walters „Tony“, Postdoc in der Abteilung für Mikrobiomforschung, ist es das vierte Jahr in Folge, dass er diese Auszeichnung erhält. Die Anzahl der Zitate ist ein Maß für die Bedeutung und den Einfluss ihrer Arbeit in ihrem Forschungsgebiet.
SynTracker erweitert die traditionelle mikrobielle Analyse durch die Berücksichtigung genomischer Strukturvariationen und ergänzt damit bestehende SNP-basierte Methoden. Diese Innovation ermöglicht genauere und tiefere Einblicke in die mikrobielle Stammdiversität und Evolution. Der in Nature Biotechnology veröffentlichte SynTracker bietet Wissenschaftlern speziesspezifische Analysemöglichkeiten, die es ihnen ermöglichen, sich auf die Genomsyntenie mikrobieller Populationen zu konzentrieren.
Unser Körper trifft ständig auf Bakterien, vor allem in unserem Darm und in der Lunge. Um schädliche Bakterien zu bekämpfen, besitzt unser Immunsystem die sogenannten Pattern Recognition Receptors (PRR), die von Bakterien produzierte Flagelline als Feinde erkennen. Flagellin ist ein Proteinbaustein des Flagellums, eines peitschenartigen Anhängsels von Bakterien, das unter anderem das Eindringen in das Gewebe erleichtert und ein häufiges Merkmal von schädlichen Bakterien ist. Ein PRR ist TLR5, der Flagelline erkennt und eine Entzündung auslöst, um sie zu bekämpfen.
Mit dieser Finanzierung können Ley und ihr Team untersuchen, wie Flagelline, die von nützlichen Darmbakterien produziert werden, mit dem menschlichen Immunsystem interagieren. Flagellin ist ein Proteinbaustein des Flagellums, eines peitschenartigen Anhängsels, mit dem sich Bakterien in ihrer Umgebung bewegen können.
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